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Meine Mission oder: Wie du deinen Weg wieder findest

Verloren fühlen seinen Weg finden Ziel des Lebens Lebensziel Sinn des Lebens Meinen Weg gehen

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade Deine Mission 2018 von Laura von Seidirselbstbewusst.

 

Ich habe mich verloren.

 

Immer wieder treffe ich auf Menschen – im Alter circa zwischen 18 und 25 Jahren –, die genau das empfinden. Man fühlt sich verloren und weiß nicht mehr, wohin. Bei vielen ist es eine Frage der Ausbildung oder des Berufs. Man hat gerade etwas angefangen, ist aber irgendwie nicht glücklich damit. Vielleicht wollten die Eltern, dass man genau dieses Studium angeht oder mal den elterlichen Betrieb übernimmt. Und man wusste ja sowieso nicht, was man sonst machen sollte. Eigentlich fand man zwar die Arbeit mit neuen Medien schon immer viel interessanter, aber mit BWL kann man schließlich später mal alles machen.

 

 

Ich habe mich verloren.

 

Genau so fühlte ich mich immer wieder während meines Studiums. Ich habe Jura studiert und das mehr schlecht als recht. Ich habe es zwar durchgezogen, mir mangelte es allerdings an Motivation, einem funktionierendem Zeitplan und Selbstmanagement. Einmal lernte ich bemerkenswert viel, danach fiel ich wieder in ein tiefes Loch und konnte mich zu nichts mehr aufraffen. Das schlechte Gewissen packte mich, der Druck stieg ins Unermessliche. Immer wieder der Wunsch, aufzuhören und immer wieder die Angst, es auch wirklich zu tun. Am Ende habe ich mein erstes Staatsexamen mit Ach und Krach bestanden. Danach musste ich weg, raus aus den Zwängen, raus aus dem Druck. Ich entschied mich, alleine auf eine Backpackingreise durch Südostasien zu gehen.

 

 

'Ich habe mich verloren.'

 

Das war mein allgegenwärtiger Gedanke, als ich nach sechs Monaten wieder deutschen Boden betrat. Eine des besten Zeiten meines bisherigen Lebens lag hinter mir und ich fiel in ein tiefes Loch. Nicht nur traf mich der sogenannte umgekehrte Kulturschock übermäßig hart. Auch hatte ich mich für mein kommendes Referendariat bereits angemeldet. In bereits zwei Wochen ging es los. Eine Stimme, viel mehr hilflos als trotzig sagte mir immer wieder: "Ich will das nicht. Ich will das nicht. Ich will das nicht!" Doch: Ich wusste ja auch nicht, was ich stattdessen wollte. Ich sah keine Alternative und nahm mir so wenigstens vor: Du lässt nie wieder zu, dass es dir so schlecht geht wie während deines Studiums!

 

Und so hängte ich mich richtig rein. Zum Glück hatte ich mich schon während meines Studiums, aber auch während meiner Reise intensiv mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Selbstmanagement auseinandergesetzt. Dadurch konnte ich mir einen Zeitplan für die nächsten zwei Jahre aufstellen. Darin war nicht nur mein Lernpensum geregelt, sondern auch alles drum herum. Wie sollte mein Leben aussehen in zwei Jahren? Wen wollte ich um mich haben? Was würde ich für ein Mensch sein?

 

Und ich merkte, trotz Sechs-Tage-Wochen, trotz Neun- oder Zehn-Stunden-Tagen: Durch die Organisation meines Lebens ging es mir den Umständen entsprechend gut. Angesichts des Lernpensums besser, als ich es mir vor einigen Monaten hätte erträumen lassen. Ich hatte mein Ziel klar vor Augen und einen Plan, wie ich dort hin komme. Und so kam es auch. Vom ersten zum zweiten Staatsexamen verbesserte ich mich um drei Punkte. Sogar in meiner mündlichen Prüfung – solche waren bisher für mich immer ein Graus gewesen – schnitt ich überdurchschnittlich gut ab.

 

Doch, was ich zu diesem Zeitpunkt schon lange erkannt hatte: Im rechtlichen Bereich würde ich nie besser werden als Mittelmaß. Ich hatte während meines Referendariats zu viele Dinge erlebt, an denen ich nicht teilhaben wollte, ich hatte keine Leidenschaft für das Thema, ich brannte nicht für die Sache.

Tief in mir drin wusste ich schon lange: Das ist nicht mein Weg.

 

Ich wusste jedoch auch: Ich hatte andere Stärken. Ich brannte für andere Dinge und ich war wirklich gut darin. Und vor allem wusste ich: Ich gebe mich nicht mit Mittelmaß zufrieden. "Ganz ok" genügt mir nicht.

 

 

Meine Mission

Ich kenne den Schmerz, den man fühlt, wenn man nicht weiß wohin. Dieses Sich-verloren-Fühlen, diese Leere. Ich kenne die Angst, die man empfindet, wenn man den Weg doch gefunden hat. Angst vor der Meinung anderer. Angst, dass es die falsche Entscheidung ist. Angst zu versagen. 

 

Doch ich weiß auch, dass es einen Weg heraus gibt. Dass jeder ein erfüllteres Leben leben kann, der bereit ist, über sein bisheriges nachzudenken. Und genau das ist meine Mission: Verlorenen Menschen helfen, ihren eigenen Weg zu finden. Ihnen beizustehen, wenn es sonst keiner tut. Sie an die Hand zu nehmen und zu zeigen: Du bist nicht allein. Jeder zweifelt, jeder strauchelt, jeder fällt. Wichtig ist es, nicht liegen zu bleiben sondern, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

 


Kennst du das Gefühl, vollkommen verloren zu sein? Nicht mehr wissen, wohin und nur noch, dass es so nicht mehr weiter geht? Oder hast du schon ein Ziel ausgemacht, wohin es gehen soll, du hast nur noch zu viel Angst, es umzusetzen?