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Neuanfang – Wie du den Mut aufbringst, dein Leben zu verändern

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Ein Neuanfang: Man muss sich neu definieren, wirklich herausfinden, wer man ist und, was man will. Am besten findet man auch noch vorher heraus, wo man grade steht und, was man nicht mehr will. Das klingt verlockend und beängstigend zugleich.

 

Immer wieder kommen wir Menschen in Situationen, in denen wir neu anfangen müssen. Sei es der Austritt aus Schule oder Studium, das Ende einer Partnerschaft oder eine Kündigung. In diesen Momenten sind wir quasi gezwungen, uns neu zu orientieren, mit den veränderten Gegebenheiten umzugehen und uns ein neues Leben aufzubauen.

 

Doch wie ist das eigentlich, wenn du nicht wirklich neu anfangen musst? Eigentlich bist du unzufrieden, eigentlich willst du etwas anderes im Leben.  Aber eigentlich ist auch noch alles ok. Es läuft doch eigentlich alles gar nicht so schlecht.

 

Und trotzdem merkst du immer wieder. Auf Dauer willst du dein Leben so nicht weiter leben. Etwas stimmt nicht. Du bist unzufrieden mit deinem Job oder Studium. Oder du willst wieder eine andere Art von Partnerschaft führen. Und ja, gottverdammt, du willst nun mal unbedingt auf diese Weltreise gehen!

 

Aber dann ist da die Angst. Die Angst, die dich lähmt, die dich zurück hält. Die Angst davor, dass das neue Leben (noch) schlechter ist als das alte. Dass du deine Eltern enttäuschen könntest (Warum fürchtest du dich eigentlich davor?). Dass du auf einmal ohne Job dastehst. Dass dein Partner dich verlässt und du für immer alleine bleiben wirst.

 

Wir Menschen sind stark auf Sicherheit bedacht. Im gewohnten Umfeld zu bleiben, das führt in uns zu einem Sicherheitsgefühl. Ganz nach dem Motto: 'Hier kenne ich mich aus. Hier weiß ich, was passiert. Hier weiß ich, wie ich mich zu verhalten habe.' Alles außerhalb dieses Bereichs – also außerhalb unserer sogenannten Komfortzone – ist unbekannt und deswegen potenziell gefährlich.

 

Das Alles zu wissen ist natürlich schön und gut. Und da du diesen Artikel liest, gehe ich davon aus, dass du dich mit dem Thema schon etwas auseinander gesetzt hast. Aber offenbar fehlt dir der Anstoß. Wie also schaffst du es, den Mut aufzubringen, dein Leben zu verändern?

 

 

 

1. Übernimm volle Verantwortung für dein Leben

Aller Anfang ist bekanntlich furchtbar schwer. Denn Neuanfang heißt auch immer Selbstüberwindung. Neuanfang heißt (neue) Selbsterkenntnis. Neuanfang heißt auch oft, dass man etwas anderes loslassen oder sogar abschließen muss. 

 

Und trotzdem verdienst du es, das Leben zu führen, das dich glücklich macht. Nicht deine Eltern, nicht dein Chef und nicht deine Freunde müssen dein Leben leben. Das musst du allein. Und du allein bist auch derjenige, der am Ende seines Lebens darauf zurückschauen wird und sich fragen wird: Was bereue ich? Und – für den Fall, dass du es noch nicht wusstest: Fast alle bereuen am Ende, nicht ihr eigenes Leben gelebt zu haben. Nicht auch mal Entscheidungen getroffen zu haben, die beängstigend waren. Sprich: Sie bereuen nicht die Dinge, die sie getan, sondern die Dinge, die sie nicht getan haben.

 

Wir treffen aus Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, lieber gar keine. Doch du musst dir bewusst sein: Jedes Mal, wenn du vermeintlich keine Entscheidung triffst, triffst du doch eine. Nämlich die, dich nicht zu entscheiden. Und damit in der Regel da zu bleiben, wo du gerade bist. Dich nicht zu verändern, kein Risiko einzugehen. Stehen zu bleiben oder dich weiterhin in die falsche Richtung weiterzubewegen.

 

Der Schlüssel ist also, volle Verantwortung für dein Leben und dein eigenes Glück zu übernehmen. Denn nur ein Leben in Eigenverantwortung kann zu einem glücklichen Leben führen.

 

 

2. Übernimm volle Verantwortung für dein Leben

Sobald du akzeptierst, dass jede Entscheidung, die du triffst oder nicht triffst, unmittelbare Auswirkungen auf dein Leben hat, wird sich dein Leben vollkommen verändern. Du siehst plötzlich, dass du selbst dich in diese Situation gebracht hast und dass es damit auch in deiner Verantwortung liegt, damit umzugehen. Dazu hast du die altbewährten drei Möglichkeiten: Love it, change it or leave it.

 

Du kannst also versuchen, in der Situation – zum Beispiel einem Job, der dich nicht glücklich macht – zu bleiben, aber die Situation an sich zu verändern. Was genau macht dich unglücklich? Kann man hier vielleicht etwas so korrigieren, dass es dir besser geht (gut genug, um zu bleiben)?

 

Die zweite Möglichkeit ist, die Situation zu verlassen, in unserem Beispiel würde das die Kündigung bedeuten. Dieser Schritt ist zwar vorübergehend wesentlich schmerzhafter und beängstigender, als einfach zu bleiben. Aber stehst du vor der Entscheidung musst du dich fragen: Was tut mehr weh? 40 Jahre lang in einem Beruf zu arbeiten, der dich unglücklich macht oder zu gehen und für eine kurze Zeit die Enttäuschung des Chefs in Kauf zu nehmen?

 

Die letzte Möglichkeit (Love it) wird von vielen falsch verstanden: Wie soll ich denn die Situation, die mich so unglücklich macht, lieben? Du musst hier beachten: Du sollst sie nicht lieben, du sollst sie annehmen. Und zwar mit voller Verantwortung und Ehrlichkeit. Du akzeptierst eigenverantwortlich, dass die Situation so ist, wie sie ist. Das machst du vielleicht, weil du den Mut oder die Kraft, sie zu verändern oder zu verlassen, nicht hast. Das ist vollkommen in Ordnung! Nur dann musst du sie eben voller Verantwortung annehmen. Das nimmt dir dann allerdings auch das Recht, dich über die Situation zu beschweren. Du hast ja schließlich selbst entschieden, sie so zu belassen.

3. Übernimm volle Verantwortung für dein Leben

Verabschiede dich von Sätzen wie "Was soll das denn jetzt noch bringen?", "Das habe ich schon immer so gemacht" und "Jetzt ist es auch zu spät". Gewohnheiten können dich im Leben zwar sehr weit bringen. Aber nur, wenn es solche sind, mit denen du dich auch in die gewünschte Richtung bewegst. Sei dir vielmehr bewusst, dass du deine Entscheidungen jeden Tag und immer wieder aufs Neue triffst.

 

Natürlich hast du dich einmal dafür entschieden, dieses Fach zu studieren. Du hast dich also zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal entschieden, dich in eine bestimmte Richtung zu bewegen und in diese Richtung bewegst du dich auch momentan.

 

Du entscheidest dich aber jeden Tag neu, dieses Studienfach weiterhin zu belegen. Du entscheidest dich jeden Abend neu, dir eine Pizza zu bestellen und morgens auf die Snoozetaste zu drücken. Und du entscheidest dich jeden Tag neu, dich mit Menschen zu umgeben, die dir nicht gut tun. Da du dich jeden Tag dafür entscheidest, hast du genauso jeden neuen Tag die Möglichkeit, dich dagegen zu entscheiden. Du musst nicht mit Vollgas immer weiter in die falsche Richtung fahren. Du kannst abbiegen oder sogar kehrt machen.

 

Du kannst dein Studium abbrechen und dir eine Ausbildung suchen, die dir wirklich Spaß macht. Du kannst dir abends, anstatt Pizza zu bestellen, ein leckeres Vollkornbrot mit Avocadodip und frischem Gemüse machen. Du kannst die Snoozettaste ausschalten und morgens ausgeruht aufstehen. Und du kannst dir Menschen suchen, die dich unterstützen und für dich da sind, anstatt dich klein zu machen.

 

4. Übernimm volle Verantwortung für dein Leben

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Und das ist die Quintessenz des Ganzen:

Du brauchst gar keinen Mutmacher, keine Motivation von außen. Der Mut steckt in dir selbst. Sobald du Verantwortung übernimmst und damit nicht mehr glaubst, die Schuld an deiner jetzigen Situation auf andere abwälzen zu können, weißt du: Du brauchst keinen Mut mehr. Du übernimmst volle Verantwortung für dein Leben. Und dann machst du es einfach.

 


Bist du bereit für deinen Neuanfang? Was hält dich noch ab?